Ankerleben auf Spiekeroog

Fasane – auf Spiekeroog kein seltener Bild

Heute möchte ich mir die Insel richtig ansehen. Ganz in Ruhe. Doch auch wenn Bea Orca nach dem Frühstück hoch und Trocken in der karibischen Atmosphäre der blauen Lagune steht, in einigen Stunden wird sie wieder schwimmen. Und mit Kamera, Geldbörse und Schlüssel mag ich nicht zurück schwimmen – auch wenn ich für alles eine Wasserfeste Tasche habe. Zugleich kommt es für mich aber auch nicht in Frage mich in einen Wettlauf gegen die Gezeiten zu begeben um rechtzeitig wieder hier zu sein. Und wofür auch? Ich habe mir vor dem Urlaub noch ein Beiboot gekauft, ein aufblasbares Kanu. Zweisitzer. Geht aber auch alleine. Kurzerhand packe ich es aus und pumpe das Beiboot auf. Dann wird es gewässert.

Gewässert? Nun, nicht wirklich – immerhin steht Bea Orca im Watt, ist trockengefallen. Stattdessen wird das Beiboot also gewattet – von Bord aus ins Watt hinab gelassen.

Der Hafen von Spiekeroog. Doch ich ankere lieber in der Lagune…

Mit dem Kanu im Schlepptau, es rutscht wunderbar über das feuchte Watt, begebe ich mich zum Sandstrand. Hier wird es an einen Pfosten angebunden. Diebstahlschutz ist das nicht wirklich. Ein einfacher Knoten, kein Schloss. Doch ernsthaft Sorgen mache ich mir nicht darum. Und spätestens heute Abend käme ich sowieso wieder trockenen Fußes auf mein Boot.

Dann geht es weiter über die Dünen und in Richtung des Inseldorfes. Wie schon am Vortag gefällt mir der Weg ausgesprochen gut. Die raue und zugleich liebliche Natur. Unzählige Dünen, bewachsen von ruppigen, dornigen Büschen. Dazwischen immer wieder Fasane die Munter umher stapfen. Sie sind verhältnismäßig zutraulich, erst wenn Menschen sich auf mehr als ein paar Meter nähern nehmen sie Reißaus.

Ein Plattbodensegler verläst den Hafen unter Segeln

Zunächst geht es wieder ins Inseldorf. Wie schon gestern freue ich mich über die Abwesenheit von Hotelburgen. Dieses Dorf hat dadurch einen unglaublichen Charm, es gibt wohl nur wenige so stark touristisch geprägte Ortschaften die auf die hässlichen Betonklötze verzichten.

Plötzlich stehe ich  vor einem Supermarkt – der heute offen hat! Dabei ist doch Sonntag!

„Nur“ Grün ist nicht. Überall durchziehen Blütenstreifen zahlreicher Blumen das Graß.

Nun gut, ich kenne das bereits von Cuxhaven. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht wenn ich wo anders einen Supermarkt entdecke. Kurzerhand begebe ich mich ins Innere, werfe einen Blick auf das Sortiment. Was frisches Obst und Gemüse betrifft ist die Auswahl und Qualität überschaubar. In Anbetracht der Insellage aber auch irgendwo verständlich. Die Preise sind zwar etwas höher als auf dem Festland, die Differenz erscheint mir allerdings keineswegs unverschämt sondern angemessen zu sein. Alles in allem: Hier kann man sich gut etwas holen. Vielleicht komme ich nachher oder morgen hier nochmal her.

Pferde auf einer der vielen Weiden…

Auch wenn ich viel lieber in der blauen Lagune vor dem Sandstrand ankere, ankern allgemein sowieso bevorzuge: Wenn ich schon hier bin mag ich mir auch den Hafen ansehen. Und so ist meine nächste Station klar.

Ich bin gerade angekommen als ein Plattbodensegler unter Segeln den Hafen verlässt. Ich schmunzle. Diese Boote sind nicht nur unglaublich schön, sie bestechen auch durch ihren geringen Tiefgang. Ich hatte tatsächlich im vergangenen Jahr selbst über einen Plattbodensegler nachgedacht. Die Boote sind schön, gemütlich, sehr flachgehend (dagegen hat Bea Orca viel Tiefgang). Eben gebaut für Reviere wie das Wattenmeer.

Es geht zu einer hohen Düne. Die Aussicht von dort oben muss traumhaft sein…

Doch leider sind, gerade die Kleineren, diese schönen Traditionssegler nur eingeschränkt seegängig. Wie jedes Formstabile Boot können sie kentern – und richten sich dann nicht wieder auf. Mein Heimathafen ist nun einmal Cuxhaven. Und da verläuft die Außenelbe, ein Revier das für seine teil rauen Wellen und starken Winde bekannt ist. Zudem wusste ich schon beim Kauf: Ich will auch einmal nach Helgoland. Und auch wenn so mancher diesen Schlag wohl auch mit kleinen, formstabilen Booten machen mag: Mir ist dies zu riskant.

Trotzdem, ich freue mich über den schönen Anblick dieses Traditionsseglers mit seinen braunen Tüchern.

Blick von einer hohen Düne aus gen Wattenmeer

Während ich den Hafen hinter mir lasse gelange ich immer weiter in die Natur. Große Wiesen und Weiden umgeben mich. Das sanfte Grün des Grases wird von gelben und violetten Blumenstreifen unterbrochen. Es muss ein Paradies für Bienen sein. Viele Tiere stehen nicht auf den Weiden, nur ein paar Pferde kann ich entdecken. Und natürlich Fasane. Diese Tiere, sie scheinen hier überall präsent zu sein. Grinsend frage ich mich, ob es wohl mehr Fasane auf der Insel gibt als Einwohner. Wundern würde es mich nicht.

Kaum verschwindet die Siedlung und damit jeder Mensch in Sicht hinterm Deich wandern meine Gedanken zum Thema Einsamkeit. Als Einhandsegler ein Thema das mich eigentlich betrifft. Nein – das mich betrifft. Es gibt sie, die Momente in denen ich mir Gesellschaft wünschen würde. Ich bin nicht etwas Einhandsegler aus überzeugung – sondern schlicht weil da niemand ist der mich auf meinem Weg begleiten würde. Jedenfalls niemand den ich dabei haben mag. Und doch, so richtig alleine… so richtig alleine fühle ich mir unterwegs und überhaupt an Bord nie. Es ist seltsam, doch solange ich das Wasser, die See, nein, ganz allgemein die Natur um mich herum habe bin ich nicht wahrhaft alleine.

Von der „Aussichtsdüne“ führt eine Treppe hinab

Instinktiv wandert mein Blick zum Wattenmeer. Das Wasser steigt bereits deutlich, doch im Augenblick liegt noch großflächig trockenes Watt im Süden. Und doch, eine wärme breitet sich um mein Herzen aus. Hier bin ich zuhause. Gehöre ich hin. Bin ich glücklich. Dabei beschreibt „Hier“ keinen spezifischen Ort, nein. Es ist viel mir eine Lebensweise in der ich mich zuhause fühle. Das Segeln, Reisen. Draußen sein, in der Natur sein. Unterwegs sein. Etwas erleben, für mich entdecken. Nicht zu wissen was der neue Tag, die neue Stunde bringt.

Auf schmalen, Sandigen Wegen geht es über die Insel

Wieder einmal spüre ich dieses unglaubliche Glücksgefühl in mir, dieses Gefühl das mir sagt genau das zu tun was ich tun sollte. Richtig zu sein. Ein beflügelndes Gefühl das mich von ganzem Herzen lächelnd durch die Landschaft begleitet. Ich liebe dieses Leben, möchte, nein brauche mehr davon.

Die Pfade auf denen ich wandele führen mich vorbei an großen Weiden und über buschige Dünen bis ich schließlich auf einer besonders hohen Düne stehe. Von hier hat man eine herrliche Aussicht. Im fernen und doch nahen Süden liegt natürlich das Wattenmeer. Man kann bereits jetzt sehen, dass das Wasser deutlich gestiegen ist. Nur noch ein nicht ganz schmaler Streifen vor der Insel liegt trocken, der Rest ist bereits jetzt deutlich überspült. Zahlreiche Boote sind bereits unterwegs, eilen aus dem Hafen hinaus ins Wattenmeer. Davor liegt die soeben durchwanderte Dünenlandschaft die, je weiter man nach Süden kommt flacher wird und schließlich in Weiden und Wiesen übergeht, immer wird gefärbt von Farbklecksen, gemalt durch all die Blumen die dort wachsen.

Ein Wald, mitten auf Spiekeroog…

Schließlich wandert mein Blick zur Seite. Hier, in den Dünen gibt es tatsächlich noch etwas anderes als Gräßer und Büsche: Einen Nadelwald. Den mag ich mir unbedingt noch ansehen. Zwar merke ich wie mich mein Magen allmählich zurück ins Dorf oder gar zu Bea Orca lockt, diesen Inselwald mag ich mir aber nicht entgehen lassen.

Und so wähle ich jenen weg, der mich in seine Richtung führt. Die Düne hinab führt eine steile Treppe, gesäumt von mit großen, violetten Blüten versehenen Pflanzen.

Über einen sandigen Pfad geht es vorbei an kleinen Gräsern und großen Büschen, eine Landschaft die ich mir auch deutlich weiter südlich hätte vorstellen können, bis ich schließlich den Wald erreiche.

Große Betonbauten gibt es hier nicht.

Hier werde ich nun wahrlich überrascht: Der „Nadelwald“ – ist kein Nadelwald. Sondern ein Mischwald! So entdecke ich beispielsweise, leicht zu erkennen an der weißen Rinde, unzählige Birken. Ich bin überrascht. Den vergleichsweise großen, sandigen Weg habe ich hinter mir gelassen und folge einen kleinen Pfad, ich bin fast schon versucht ihn einen Trampelpfad zu nennen, tiefer in den Wald. Kurz frage ich mich ob dies überhaupt ein richtiger Weg ist. Aber ja, man erkennt deutlich das dies ein Pfad für Menschen ist, die Wege sind gut ausgetrampelt, Äste und Zweige ragen nicht über den Pfad. Hier, im Nationalpark darf man vielerorts die Wege (zurecht) nicht verlassen – da will ich mich auch dran halten.

Der Spaziergang durch das Wäldchen macht mir viel Spaß, tut gut. All diese Bäume, und das auf einer kleinen, friesischen Insel. Einfach toll.

Schließlich lande ich wieder im Inseldorf und vor einer Eisdiele und gönne mir zwei Kugeln. Lecker. Und bei der Sonne, die schon den ganzen Tag ihre warmen Strahlen über die Insel verteilt genau das richtige.

Auch wenn ich im Zweifelsfall lieber in der Natur bin, dieses Dorf hat es mir einfach angetan. Und so nehme ich mir die Zeit, sehe mir ein paar alte Häuser an und werfe einen Blick auf einen kleinen Park, bevor es wieder zurück zu Bea Orca geht.

Ein kleiner Park, mitten im Dorf

Das Wasser ist schon deutlich aufgelaufen. Vermutlich könnte ich zwar noch hindurch waten, bin aber froh es nicht zu müssen. Mein Beiboot wartet dort auf mich wo ich es zurück gelassen habe und so geht es schon bald paddelnd zurück zu Bea Orca. Dabei bemerke ich, das ich wohl beim Aufpumpen mir besser mehr Mühe gegeben hätte. Nun gut, jetzt ist es zu spät um daran etwas zu ändern. Ich muss es einfach für das Nächste Mal im Hinterkopf behalten. Auch so kommen wir gut voran, allerdings merke ich das ich schlecht im Boot sitze, es sich verformt. Vermutlich ist daran auch der fehlende zweite Sitz schuld – ich war zu faul ihn aufzupumpen. Aber klar, der hätte das Boot mit stabilisiert. Doch auch so komme ich weitgehend trocken zurück und mache längsseits fest. Dabei ist das Festmachen am schwersten – im Beiboot sitzend komme ich nicht oben an die Klampen oder den Heckkorb ran, dafür muss ich aufstehen. Auf die Idee, einfach an die Badeleiter zu gehen komme ich in dem Augenblick nicht. Doch dann ist es geschafft, ich bin mit meinen Sachen wieder an Bord und ziehe das Kanu nach oben, lege es schräg aufs Vorschiff. Im Augenblick ist es sauber, ich muss nur kurz das Salzwasser abwaschen. Wenn ich es im Wasser lassen würde läge es später wieder im Schlick – und wäre dann wohlmöglich beim einpacken sandig, matschig.

Im Inseldorf…

Ich entspanne mich an Bord, genieße den Klang der Wellen wie sie auf die mich schützende Sandbank branden. Dabei vertreibe ich mir die Zeit mit einem Mix aus Lesen, im Internet surfen und einfach tatenlos herum liegen.

Bis, ja, bis…

Plötzlich merke ich eine komische Bewegung im Boot. Etwas ist falsch. All meine Alarmglocken schlagen an, ich sitze aufrecht da. Springe auf, stürme ins Cockpit. Und bemerke, das Bea Orca auf drift gegangen ist.

Die Pferdebahn von Spiekeroog

Innerhalb weniger Sekunden entledige ich mich meiner Kleidung, stehe im Wasser. Ein Vorteil wenn man im flachen ankert – selbst bei Hochwasser kann ich hier noch stehen. Der Buganker scheint zu halten, es ist der Heckanker der Probleme macht. Zwar bewegt sich Bea Orca damit nur in einem begrenzten bereich, und das auch noch weg von anderen Booten. Allerdings habe ich trotzdem damit ein Problem. Denn da wo sie sich hin bewegt wird es nicht nur noch flacher, da sind auch Steine am Grund. Und auf denen Mag ich nicht trockenfallen. Was wenn die Steine, eine leichte anhöhe, genau unterm Ruderblatt, nicht aber unterm Skeg sind? Dann wäre das Ruderblatt nicht geschützt. Nein, Bea Orca einfach machen lassen, mich mit dem Buganker zu begnügen kommt nicht in Frage. Mit beiden Händen versuche ich Bea Orca weg vom Flach zu ziehen, bringe den Heckanker neu aus – natürlich jetzt mit mehr Leine. Doch es bringt nichts. Der Wind pfeift hier recht ordentlich, auf diese Weise habe ich keine Chance. Schließlich, das Wasser müsste nicht mehr weit steigen um Bea Orca auf die Steine zu setzen, klettere ich mit dem Heckanker zurück an Bord, starte den Motor und begebe mich aufs Vorschiff. Hand über Hand hole ich nun den Buganker ein. Was sich im ersten Augenblick verrückt anhören mag erscheint mir in dem Augenblick die einzig richtige Entscheidung. Klar, der Buganker ist das, was Bea Orca vor einer richtigen Strandung bewahrt. Aber zugleich ist er auch Bea Orcas Rettungsleine. Denn mit meinen kräftigen Zügen an der Bleileine ziehe ich sie in tieferes Wassser.

Bea Orca vor Anker. So für mich ein ungewohnter Anblick…

Kritisch ist nur der kurze Augenblick, als der Anker nicht mehr hält. So schnell ich kann reiße ich die Leine nach oben, sichere den Anker und springe zurück ins Cockpit. Vorwärtsgang rein und weg. Mittlerweile sind schon einige der anderen Ankerlieger verschwunden, das Lange Wochenende endet heute, sie müssen wohl wieder nach Hause. Das gibt mir mehr Möglichkeiten bei der Wahl meines neuen Ankerplatzes. Trotz der Sonne und der Aufregung, nach der ungeplanten Badeaktion wird es im Cockpit zügig frisch. Ich beschließe es mir einfach zu machen, setze Bea Orca sanft auf den Strand. Das Wasser ist nun schon einige Zeit am Ablaufen. Bei Hochwasser sollte ich mehr als einen halben Meter mehr Wasser haben, das reicht aus. Nun da Bea Orca steht bringe ich noch Eilig den Anker aus. Zu Fuß, händisch. Ich lasse dafür einfach den Anker hinab, lasse die Bleileine lose und grabe den Anker einige Meter vor Bea Orca mit den Händen ein. Sicher ist sicher. Sobald das Wasser weit genug abgelaufen ist werde ich ihn noch einmal händisch umlegen, so das er in tieferem Wasser liegt. Doch für den Augenblick liegt er hier gut. Sollte eine höhere Welle – wo auch immer die herkommen sollte – Bea Orca nochmal anheben, so wird er ein vertreiben verhindern. Mein neuer Ankerplatz hat zwar den klaren Nachteil, das Bea Orca hier von vorne nach hinten ein deutliches Gefälle hat, dafür hat sie (fast) keine Krängung. Auch gut.

Nun heißt es erneut warten. Erst am Abend, es ist gerade kurz nach acht, verlasse ich Bea Orca erneut. Der Anker wird ausgegraben und hinter Bea Orca wieder eingegraben. Der Sinn dieser Aktion liegt auf der Hand. Meine Große soll sich bei Hochwasser auf der Stelle drehen – um Einhundertachtzig Grad.

Bea Orca an ihrem neuen Ankerplatz. Der Anker ist bereits umgetragen.

Noch einmal geht es an Bord, die Hände nach der Buddelaktion waschen, dann begebe ich mich an Land. Ein kleiner Spaziergang, dann lande ich bei Old Laremies. Es ist wirklich gemütlich, kultig. Eben ein Ort mit Geschichte. Ich kann nachvollziehen warum viele Leute hier her kommen. Und, wie ich schmunzelnd feststelle, die Blaue Lagune scheint irgendwie dazu zu gehören. Denn ich bin noch nicht richtig drinnen, da höre ich wie sich die Betreiber darüber unterhalten wie viele Boote da noch vor Anker liegen, was für Boote und einiges mehr. Nun – wir sind vermutlich die Gäste der Insel mit dem kürzesten Weg. Einfach einmal über den Deich.

Die Blaue Lagune bei Niedrigwasser…

Noch ist wenig los, doch ich bin Müde und so verabschiede ich mich nach einer Spezi zurück an Bord. Beeinflusst von den Geschehnissen am Nachmittag stelle ich mir noch einen Wecker, will bei einem möglichen Vertreiben (auch wenn ich nicht daran glaube) reagieren können. Dann klappen meine Augen zu, ich schlafe ein.

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Sebastian

6 Kommentare

  1. Hi Sebastian, danke für den tollen Bericht.
    Sehr informativ und interessant.
    Freue mich auf weitere Eindrücke vom Leben an Bord. Ich finde es klasse, wie man sich so auf das Wesentliche konzentrieren kann. Gruß Markus

  2. Ach, diese Dünenwege – das sieht wunderschön aus. Es heißt ja immer, Spiekeroog sei die schönste Ostfriesin. Würdest Du das auch sagen?

    • Ich kenne bisher nur drei Ostfriesische Inseln. Von denen ist aber Spiekeroog für mich die schönste. Trotzdem hat jede ihren ganz eigenen Reiz 🙂

  3. Ein Plattbodenschiff hat auch seinen Tiefgang bei 7ml 5-60cm wegen der schweren Bodenplatte. Unser 30er Jollenkrezer 9,40m L 2,5 t Stahl nur 37cm. Damit konnten wir bei guter Tiden-Planung und zuzverlässiger Wettterlage von Horumersiel an Helgoland vorbei bis Pellworm einmal sogar bis Oland.

    • Stimmt, absolut. 60 cm Tiefgang sind aber eben noch nochmal 1/4 weniger als Bea Orca. Und natürlich können auch Jollenkreuzer lange strecken über offene See machen. Für mich persönlich ist das aber nichts. Dafür habe ich weder die Revier- noch die Segelkentnisse. Daher habe ich den für mich persönlich besten Kompromiss gewählt: Einen Kimmkieler. Mit 80 cm ein vertretbarer Tiefgang der mich nicht übermäßig einschränkt. Und trotzdem deutlich Seegängiger als gleichgroße Plattbodenschiffe oder Jollenkreuzer. Dafür eben ein paar Zentimeter mehr tiefgang.
      Hintergrund für die Überlegung eines Plattboden war aber primär die Optik. Ich finde sie einfach verdammt schön. 🙂
      Viele Grüße,
      Sebastian

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