Von der Landratte zum Liveaboard

Meine Name ist Sebastian Janotta, ich bin dreiundzwanzig Jahre alt, begeisterter Segler – und ich lebe auf meinem 22 Fuß Segelboot.

Ich und meine Große

Leben auf einem so kleinen Boot – immerhin von Heck bis Bug nur 6,7 Meter lang. Das bedeutet ein eher einfaches Leben, mit dem was man braucht, was einen glücklich macht – und nicht mehr. Es bedeutet sich das Leben selbst in mancherlei Hinsicht schwer zu machen, denn vieles was in einer Wohnung ganz selbstverständlich ist, ist auf einem so kleinen Boot nicht gegeben.

Das ich eines Tages auf einem Boot leben würde und das freiwillig – ich hätte es wohl den größten Teil meines bisherigen Lebens selbst nicht geglaubt.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Rheinland-Pfalz. Größere Gewässer, dort Baggerseen und Flüsse waren so weit weg, das ich zum Segeln hätte eine Stunde und mehr fahren müssen. Nicht das dies ein Thema gewesen wäre. Zwar habe ich als Kind mal einen zweiwöchigen Kurs mit Jüngstenschein gemacht, ansonsten spielte Segeln aber nicht wirklich eine Rolle in meinem Leben.

Und so begann ich mit 16 Jahren meine Ausbildung. Bald darauf wurde ein Bausparvertrag eingerichtet. Immerhin wollte ich irgendwann mal ein eigenes Haus! Zur Not würde es wohl auch eine eigene Wohnung tun. Aber nein, eigentlich sollte es ein Haus sein. Und kein zu kleines! Schließlich braucht man Platz. Küche, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Badezimmer, Schlafzimmer… dazu noch Dachboden und Keller. Und wer weiß, vielleicht noch eine Frau und Kinder – also auch für diese einige Zimmer.

Und so war ich von meiner Vorstellung, wie ich irgendwann wohnen will denkbar weit weg vom Leben auf einem 22 Fuß Segelboot.

Den ersten Schritt in diese Richtung unternahm ich wohl 2012, als ich einen Segelkurs bei der DJH-Segelschule in Bad Zwischenahn besuchte. Ich hatte gerade das dritte Lehrjahr hinter mich gebracht, ein halbes lag noch vor mir. In den letzten Jahren war ich nicht wirklich in Urlaub gefahren und meine Eltern legten mir nahe, meine Urlaubstage dieses Jahr zu nutzen um mal raus zu kommen.

Und auch der Segelkurs war ihre Idee – die ich gerne aufnahm. Zwei Wochen Urlaub zu einem bezahlbaren Preis, junge Menschen (und vielleicht sogar eine nette Frau in meinem Alter?) und am Ende hat man einen amtlichen Führerschein? Klar, das mache ich.

Damals ahnte weder ich noch meine Eltern, was dieser Kurs mit mir anrichten würde. Wie nachhaltig er meine Lebensplanung durcheinander rütteln würde. Um nicht zu sagen: Sie auf den Kopf stellen.

Und so fuhr ich 2012 im August von Mainz nach Bad Zwischenahn.

Steganlage der DJH-Segelschule ( (c) DJH-Segelschule)

Steganlage der DJH-Segelschule © DJH-Segelschule Bad Zwischenahn

Schon von Beginn an machte mir das Segeln hier große Freude. Und das nicht etwa wegen den weiblichen Segelschülern in meinem Alter. Nein, plötzlich waren die gar nicht mehr so wichtig. Viel wichtiger war die Zeit auf dem  Wasser. Mit Schwertzugvogel und Laser ging es bei Winden von zumeist 4 bis 6 Windstärken auf das Zwischenahner Meer. Was für ein Spaß! Steuern, Leinenarbeit, ausreiten… einfach herrlich.

Eigentlich war ich ein richtiger Sportmuffel, Sport ist Mord stand auf meiner Fahne. Doch hier war es plötzlich okay. Die Kombination von Bewegung mit Nichts-Tun in traumhafter Landschaft – wie für mich geschaffen. Besonders gut in Erinnerung geblieben ist mir das Sonnenaufgangssegeln. Ein Mal ging es in aller Früh aufs Wasser, einmal ums Zwischenahner Meer – während allmählich die Sonne aufging. Dies kommt wohl am nächsten ans Fahrtensegeln wie ich es heute liebe.

Die zwei Wochen waren viel zu schnell vorbei. Reichlich nervös ging es in die Prüfung – der erste Tag mit wenig Wind. Doch am Ende ist alles gut gegangen und ich fuhr mit bestandenem SBF Binnen unter Segel und Motor nach Hause.

Das erste mal Fahrtensegeln…

Das ganze hatte mir unglaublich viel Spaß gemacht und so ging es für mich so schnell wie möglich wieder aufs Wasser. Über das Segeln-Forum suchte ich eine Mitsegelmöglichkeit – und fand eine auf dem Ijsselmeer. Plötzlich war da nicht mehr eine Jolle sondern eine 9 Meter Segelyacht unter mir. Anders – aber nicht weniger toll. Und ein Boot zu nutzen um zu Reisen… klasse.

In Bad Zwischenahn hatte ich in einer Segelzeitschrift von Laura Dekker gelesen. Nun, wenn sie – immerhin jünger als ich! – das kann, warum nicht auch ich? Mal eben einmal um die Welt segeln?

Ich begann damit mir zu überlegen was ich alles bräuchte um so eine Langfahrt zu machen. Dabei ging es nicht etwa darum welche Orte ich besuchen wollte – sondern einfach einmal rum. Dabei war ich zu dieser Zeit noch nie auf See mit einem Segelboot gewesen. Mein Wissen stammte aus dem Internet. Das Ergebnis meiner Recherchen: Mit Ende 20 hast du das Geld für eine Weltumsegelung zusammen wenn du gut sparst.

Um es gleich zu sagen: Das mit dem Sparen hat nicht so ganz geklappt. Was nicht weiter tragisch ist – denn um die Welt segeln mag ich gar nicht mehr.

Aber bis Ende Zwanzig im Binnenland festsitzen? Nicht segeln? Nein, das konnte es nicht sein. Meine Ausbildung neigte sich dem Ende zu und ich suchte mir einen neuen Arbeitsplatz. Am liebsten wollte ich an die Küste, doch nachdem Stellen in meinem Beruf dort rah gesäht sind, musste ich einen anderen Weg gehen.

Auf einer Deutschlandkarte sah ich mich nach blauen Flecken um – und fand sie in Bayern. Starnberger See, Chiemsee, Ammersee… recht große Seen. Da würde ich schon segeln können.

Auf dem Ammersee

Und so ging es für mich 2013 nach München. Ganz abgesehen das diese Stadt mit ihren extrem hohen Mietpreisen – ich bezahlte für ein 8qm WG-Zimmer mehr als für meine beiden nächsten Wohnungen (40 und 50 Quadratmeter) – zum Sparen wohl denkbar ungeeignet ist: Ich hatte bei meinen Recherchen einen Fehler gemacht. Zum Segeln braucht man Wasser, danach hatte ich gesucht. Allerdings braucht man zum Segeln neben Wasser (und natürlich einem Boot) auch noch Wind! Und der war im Süden Mangelware. Häufig meldeten die Wetterdienste nur 1-2 Windstärken. Da kann man doch nicht segeln!

Hinzu kam Ablenkung in Form einer neuen Freundin. So kommt es das ich, als ich nach einem Jahr wieder nach Rheinland-Pfalz zog gerade mal an vier Tagen segeln gewesen war. Ein Mal Starnberger See, ein Mal Chiemsee und zwei Mal Ammersee. Aber nie alleine.

Zurück in Rheinland-Pfalz und wieder Single ging es erst einmal darum die erste richtige, eigene Wohnung einzurichten. Über 50 Quadratmeter, schöne Lage mit einer tollen Aussicht aus dem Küchenfenster. Eine wirklich schöne Wohnung. Den „Traum“ einer Weltumsegelung hatte ich aus den Augen verloren, dachte schlicht nicht darüber nach. Natürlich: Segeln wollte ich immer noch. Aber nur im Urlaub und an so manchem Wochenende. Nachdem ich ein paar Monate bei meinem neuen Arbeitgeber gearbeitet hatte ging es an die Planung. Zwei Wochen mit einer Charteryacht aufs Ijsselmeer. So sah mein Plan aus. Aber natürlich nicht alleine. Viel zu teuer! Und, das hatte ich immer noch vor Augen: Irgendwann wollte ich ja etwas eigenes. Eben um nicht nur im Urlaub sondern auch an Wochenenden zu segeln.

Über eine Onlineplattform für Reisepartnersuche suchte und fand ich eine Mitsegler(in). Klasse, so dachte ich mir, dann kann es ja los gehen. Es wurden schon Informationen über Ziele gesucht, eine bezahlbare Segelyacht – eigentlich ein Kleinkreuzer heraus gesucht… Aber zum Glück nicht gebucht. Plötzlich hörte ich nichts mehr von der Dame. Schließlich erfuhr ich, dass sie es sich anders überlegt hatte.

Langsam wurde die Zeit knapp. Und jetzt?

Ich dachte darüber nach segeln sausen zu lassen. Was soll’s? Du willst doch reisen. Warum sich nicht einer Gruppe anschließen? So eine Interrailreise durch Europa ist doch sicherlich cool. Und da sucht immer jemand Leute die Mitmachen.

Doch etwas hielt mich zurück. Ich wollte: Segeln.

Schließlich entschied ich mich eben alleine zu Fahren. Mit einer Jolle auf einen Baggersee. Eher durch Zufall stolperte ich im segeln-forum.de über Schlauchsegelboote. Und darüber auf meine Kleine, ein 8 Fuß Schlauchsegelboot das ich in einem Kleinanzeigenportal entdeckte.

Sie war günstiger als 2 Wochen eine Jolle zu mieten – oder auch nur eine Woche einen Kleinkreuzer zu chartern. Was kann man da schon falsch machen?

BEA – Meine Kleine. Mehr als eine Notlösung

Mein neuer Plan – mit BEA auf einen Baggersee und in der Nähe campen – wurde vom ausgesuchten Campingplatz vereitelt. Die erste halbe Woche war ausgebucht.

Mittlerweile war ich dezent genervt, sah schon wieder einen Plan den Bach hinunter gehen. Schließlich beschloss ich, einfach nach Friesland zu fahren und dort segeln zu gehen. Würde schon irgendwie klappen.

Trotz zahlreicher Pannen verliebte ich mich nun endgültig ins Segeln – und die See. Als ich während meines ersten Törns im Schlauchsegelboot endlich Harlingen erreichte, auf den Deich kletterte und die See sah wurde mir langsam klar, was da in mir gewachsen war. Die See war mein Zuhause, ihr Ruf so lockend, ich hätte am liebsten sogleich Segel gehisst, wäre durch die Schleuse gefahren und raus ins Blaue entschwunden.

Doch zunächst hieß es weiter segeln. Es folgte ein Törn mit BEA im Winter und ein dritte im Spätsommer des kommenden Jahres. Zwischenzeitlich hatte ich begonnen eine Langfahrt zu planen. Hier war mir zum ersten Mal die Idee vom Leben an Bord gekommen – außerhalb von Langfahrt. Natürlich, man ist jung, das Geld ist knapp. Und sechs Monate die Miete für eine Wohnung zu bezahlen wenn man nicht da ist? Teuer. Doch, so dachte ich mir: Ein Boot mit dem ich sechs Monate unterwegs sein kann sollte doch auch wenn man wieder in Deutschland ist als Wohnung dienen können? So müsste ich nach einer Langfahrt weder bei meinen Eltern einziehen noch mir überstürzt und ohne Arbeitsplatz eine Wohnung suchen.

Allerdings wandelten sich meine Pläne und so wurde aus einem Kleinkreuzer wie z.B. einer Leisure 17, Hurley 22 oder einer Maxi 77 ein Kielzugvogel – und schließlich BEA. Das ich auf ihr im Anschluss an eine Langfahrt nicht leben können würde war klar, der Plan vom Leben an Bord wurde ohne Bedauern beerdigt.

Doch dann kam das Leben dazwischen: Im September verlor ich meinen Arbeitsplatz, mit dem ich das Jahr bis zur Langfahrt hatte überbrücken wollen. Ein neuer Plan musste her. Eine neue Stelle im Binnenland? Nein, das fühlte sich falsch an. Und so setzte ich alles auf eine Karte und suchte mir einen Arbeitsplatz am Meer. Wo, das war gar nicht so wichtig. Aber eben am Meer. Zeitgleich bekam ich vom millemari.-Verlag einen Buchvertrag angeboten für ein Buch über meine Törns im Schlauchsegelboot. Seit einigen Monaten bloggte ich zunehmend ernsthaft unter segeln-ist-leben.de über meine Törns im Schlauchsegelboot.

Ich auf der Hanseboot 2015

Auf der Hanseboot 2015, wo ich zum ersten Mal einen Vortrag über meine Törns durch Friesland halten durfte lernte ich einen anderen millemari.-Autoren kennen: Holger Peterson. Bis dahin war Leben an Bord in Deutschland für mich eher eine Notlösung gewesen – beispielsweise nach einer Langfahrt. Oder als Übergangslösung wenn man irgendwo eine neue Stelle hätte und nicht schnell genug eine Wohnung fände. Wobei zweiteres in meinem Fall natürlich Schwachsinn war: Ich hatte kein bewohnbares Boot. Und eine Wohnung, selbst wenn es nur eine Ferienwohnung ist, dürfte wohl deutlich schneller gefunden sein als ein fremdes Boot gekauft, angepasst und überführt. Besonders im Winter….

Doch darum ging es bei Holger nicht. Er berichtete nicht von Not- und Übergangslösungen. Sondern davon, warum man freiwillig und dauerhaft in Deutschland auf seinem (Segel)boot lebt. Und steckte mich ein wenig mit der Idee an. Kurz erwägte ich sogar mir möglichst schnell ein Boot zu kaufen um, wenn ich denn endlich eine Stelle gefunden hätte gar nicht erst in eine neue Wohnung sondern direkt auf ein Boot zu ziehen.

Ganz so schnell sollte es aber nicht gehen. Die Vernunft siegte. Gut so, denn das Perfekte Boot für alle Reviere existiert wohl nicht. Außerdem brauchte die Suche Zeit. Kurz vor Weihnachten bekam ich dann endlich eine Zusage auch Cuxhaven, für mich war klar: Es geht an die Nordsee. In aller Eile wurde eine neue Wohnung in Cuxhaven gesucht, die in Rheinland-Pfalz aufgelöst. Hierbei zeigte sich schon eine deutliche Veränderung in meiner Denkweise. Hatte ich in Rheinland-Pfalz eine Wohnung mit einer großen Essküche und zwei weiteren größeren Zimmern, über 50 Quadratmeter und kein Problem mit der Vorstellung etwas größeres zu haben, so suchte ich in Cuxhaven etwas möglichst kleines. Am Ende wurde es das Kleinste was ich finden konnte – mit 40 Quadratmetern, einer winzigen Küche und zwei Zimmern. Und nur wenige Minuten zu Fuß vom Strand entfernt.

Es geht (endlich!) ans Meer!

Bald darauf ging es dann auf Bootssuche. Aber was? Ich hatte ja jetzt eine Wohnung hier oben. Und Jollensegeln hatte mir immer Spaß gemacht. Also eine Jolle und ins Wattenmeer? Oder doch richtig Seesegeln mit Außenelbe, vielleicht auch mal Helgoland? Und – vielleicht – auch irgendwann an Bord leben?

Verschiedenste Boote wurden angesehen. Recht früh besichtigte ich Bea Orca. Ein tolles Boot in gutem Zustand. Der Eigner machte einen Sympathischen Eindruck, das Boot sowieso. Eine Leisure 22, solider englischer Werftbau. Und so unglaublich wohnlich! Man hat im inneren richtig Platz – und nicht das Gefühl in einer Höhle zu sitzen! Einfach toll.

Nach ganzen zwei Monaten sagte ich zu. Und hatte Glück, das sie nicht zwischenzeitlich jemand anderem angeboten worden ist, sonst wäre sie sicherlich nicht mehr auf dem Markt gewesen.

Kaum war Bea Orca überführt versuchte ich so oft wie möglich auf ihr zu nächtigen. Das ging nicht immer. Mein Blog wollte gefüttert werden und der Computer war ein iMac, also nicht Bootstauglich. Dann noch Wäsche waschen und gelegentlich so viel Schwell im Hafen, das ich nicht schlafen konnte. Doch trotzdem verbrachte ich von Juli bis Oktober mehr Nächte an Bord denn in der Wohnung. Mittlerweile war klar: Ich will an Bord leben. Dauerhaft. Und nicht irgendwann. Sondern eigentlich – jetzt.

Ende Oktober, nach einem Törn bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes kam meine Große an Land. Es gab ein, zwei Baustellen, ein paar Sachen wurden angeschafft.

Es geht los…!

Und schon ging es am 16.01.2017 wieder ins Wasser – als erstes Boot für das Jahr wurde sie in Cuxhaven eingekrant. Eilig fuhr ich die wenigen Meter vom Kran zum neuen, gut geschützten Liegeplatz in der Citymarina, machte meine Große fest und winterte den Dieselmotor erneut ein. Gerade rechtzeitig – denn nur eine Stunde später bildete sich durch die fallenden Temperaturen eine dünne Eisschicht auf dem Wasser.

Mein Leben an Bord hatte begonnen. Aber mehr darüber – nächstes mal.

Mein neues Zuhause

Leben an Bord. Ein neues Kapitel in meinem Leben hat begonnen – und damit natürlich auch hier auf segeln-ist-leben.de

Selbstverständlich werde ich weiter übers Segeln berichten – und auch den Törnbericht über meinen ersten Seetörn (Ein Traum wird Wirklichkeit) beenden. Doch habe ich mir damals bei der Wahl meiner Domain etwas gedacht: Segeln ist Leben. Für mich auf jeden Fall. Und so ist Segeln mehr als die Fortbewegung mit dem Wind oder das Reisen unter Segeln und auf einem Segelboot. Segeln ist für mich eine Art zu leben die mein ganzes Leben beeinflusst – und lenkt. Und genau über diese Art zu leben werde ich hier berichten – mit allem was für mich dazu gehört.

Mein Name ist Sebastian Janotta. Und ich lebe auf meinem 22 Fuß  Segelboot.

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Sebastian

24 Comments

  1. Hallo Sebastian,
    du hast einen sehr schönen Bericht über einen Teil deines Lebens eschrieben. Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Leben an Bord. Deinen Traum hatte ich auch als junger Mensch, ihn dann aber für Familie und Beruf verworfen. Nach meiner Pensionierung haben meine Frau und ich gut ein Jahr auf unserem Boot gewohnt. Leider war es nicht für meine Frau. Aber gut, ich werde im Juli wird auf Langtörn gehen. Wenn du Zeit und Lust hast kannst du mich ja ein Stück begleiten. Z. B. von Cuxhaven bis Holland oder Belgien.

    Viele Grüße von der Andromeda

    Hans Werner

    • Danke! Du kannst ja gerne mal anklopfen wenn du in Cuxhaven bist. Das mit dem Begleiten wir allerdings schwierig – ich bin berufstätig, habe also nur Wochenenden zum Segeln. Und meinen Urkaub habe ich auch schon verplant – mit Bea Orca… 🙂
      Aber danke!
      Viele Grüße,
      Sebastian

  2. Hallo Sebastian, tolle Sache die du machst/lebst. Hast du dich bezüglich deines neuen Wohnsitzes auch mit den „Meldegesetzen“ befasst? Kannst du darüber vielleicht mal was berichten?

    Viele Grüße
    Torsten

    • Klar. Zunächst kann ich natürlich keine Rechtsberatung geben. Das kann nur ein fachkundiger Anwalt. Meines Wissens nach ist es so: Im Grunde geht es offiziell seit dem 01.11.2015 durch das neue Meldegesetzt, das sogenannte Wohnboote direkt erwähnt. Wichtig ist aber die Wohnungsgeberbescheinigung – sprich, dur brauchst einen ausgefüllten Zettel (bekommmt man vom Amt) auf dem der Hafenbetreiber bestätigt das du dort wohnen darfst – und wohnst. Den Braucht man übrigens mittlerweile auch bei allen anderen Wohnungen an Land 😉
      Eingeschränkt werden kann das ganze wohl wenn der Hafen im Naturgebiet, Gewerbegebiet… o.Ä. liegt. Kann – muss aber nicht.
      Eine Weitere voraussetzung ist, dass das Boot nur gelegentlich bewegt wird (oder garnicht… aber naja.). Wer also auf Langfahrt geht kann auch zukünftig sein Boot nicht als Wohnsitz angeben.
      Ich werde wohl demnächst einen Beitrag mit den mir bisher am häufigsten gestellten Fragen veröffentlichen – da gehört auch diese dazu. Da dann auch etwas ausführlicher.
      Bitte hab verständnis das dies aber noch ein, zwei Wochen dauert – so ein Beitrag ist viel Arbeit und irgendwann muss ich ja sogar noch Geld verdienen…
      Viele Grüße,
      Sebastian

      • Hallo, ich finde es toll, dass du so offen darüber schreibst. Ich lebe selbst seit einem Jahr auf meinem Motorboot. Nur ist es in vielen Städten nicht erlaubt. Ich habe anfangs im Ruhrgebiet gewohnt, wo es offiziell möglich war. Jetzt wird es mir in meinem neuen Wohnort offiziell verboten und bei öffentlichen Aussprachen kann ich sogar mit meinem Boot der Stadt verwiesen werden. Ich hoffe noch auf mehr Akzeptanz. Bis dahin freue ich mich einfach nur das Leben zu führen, dass ich mir erträumt habe.
        Gruß, Julia

        • Schön das es die Stadt nicht will. Aber seit wann schlägt Komunalrecht Bundesrecht? Solange du dein Boot an einem Liegeplatz im Wohngebiet liegen hast, einen Briefkasten hast und es dir der Hafenbetreiber erlaubt kann sich die Stadt noch so schräg stellen…
          Verbieten kann die das nur, wenn du gegen ein Gesetz verstößt. z.B. wenn der Hafen im Naturschutzgebiet ist. Oder Gewerbegebiet. Oder irgend sowas. Ich würde dir empfehlen dich wegen der genauen rechtlichen Situation schlau zu machen und, so du entsprechend geltendem Recht handelst dir einen Anwalt zu nehmen. Denn was ich hier schreibe ist nunmal nur mein persönliches Rechtsverständnis… ohne jede Garantie…
          Es ist tatsächlich leider so, das nicht jede Stadt so offen mit Liveaboards umgeht wie Cuxhaven… 🙁
          Ich drücke dir die daumen das alles gut geht!
          Viele Grüße,
          Sebastian

  3. Ach, Du lebst auf dem Boot? Das war mir noch gar nicht so klar. Wie aufregend. Bin ja mal gespannt, was Du über Dein Winterleben bloggst…. Schönes Wochenende, Stefanie

    • Kann es auch nicht. Ich bin erst mitte Januar an Bord gezogen – und hab versucht soweit es mir Labertasche möglich war für einen Monat meinen Schnabel diesbezüglich zu halten. 😀 Aber ja, da kommt noch der eine oder andere Beitrag. Munter gemixt mit den letzten Beiträgen zu meinem ersten Seetörn… 🙂
      Falls dich eine Nahreise mal nach Cuxhaven verschlägt kannst u dich ja mal melden. Dann gibt’s nen heißen Tee bei mir an Bord.
      Viele Grüße,
      Sebastian

  4. Sehr cool! Du bist ein freier Geist und folgst deinem Herzen, tust das, was du am meisten liebst.
    Keep going, man!!!

  5. Toll geschrieben, ich wünsche Dir Gutes Gelingen beim Umsetzen Deines wirklich spannenden Lebensweges!

  6. Hallo Sebastian, ein mutiger Schritt, den Du da tun willst. Aber wenn es das ist, dann ist es das eben. Ich halte Dich für flexibel und ehrlich genug, Dinge abzubrechen, wenn sie sich doch als Fehlplanung herausstellen sollten. Also dann mal viel Spaß.
    Gruß Klaus

    • Danke. Klar, wenn es irgendwann nicht mehr passt, muss ich eben wieder an Land. Aber ich habe ja ganz bewusst letztes Jahr kaum war Bea Orca in Cuxhaven mehr oder weniger, soweit eben möglich den Lebensmittelpunkt aufs Boot verlegt. Und nachdem ich mich jetzt auch den letzten Monat und somit im Winter sehr wohl gefühlt habe, bin ich da dann doch sehr optimistisch. Sonst hätte es auch diesen Beitrag (jetzt) nicht gegeben.
      Viele Grüße,
      Sebastian

  7. Hallo Sebastian, ich kann Dich gut verstehen. Ich habe ein Jahr lang auf einem Boot, 27 Fuß, gelebt. Bin jeden Morgen von Belgien, mein Boot liegt an der Maas, nach Düsseldorf zur Arbeit gefahren. Mal sehen, was noch kommt. 🙂

    • Da sind mir meine 4 Kilometer die ich mit dem Fahrrad machen kann doch lieber 🙂 Aber das Lebensgefühl an Bord ist schon was besonders.
      Viele Grüße,
      Sebastian

  8. Alter Schwede! Mach Dein Ding! Du bist auf dem richtigen Weg…Habe gestern das Buch von Max Leßner fertiggelesen, ach was schreib ich hier: Fertig verschlungen! Er ist noch während seines Jura-Studiums ein halbes Jahr „ausgestiegen“ und hat die Ostsee-Runde gedreht. Toll !!! Musst Du unbedingt lesen. Wenn Du das Buch fertig hast, weißt Du warum ich Dir schreib‘ dass Du auf dem RICHTIGEN Weg bist….

    Würde mich freuen wenn Du mal bei Deinen Törns in Holland vorbeischaust. Liege in Lemmer. Bin von (mehreren) Jollen, über eine Varianta 65 (aufrecht stehen ist doch schön) mittlerweile mit meiner MC WESTER 26 „Toodeloo“ in Holland unterwegs. Dir und allen um Dich herum eine schöne Saison… Gruß Martin

    • Danke! Hatte es schon mehrfach „in der Hand“ – mal sehen wann ich dazu komme. Man hat ja immer so viel um die ohren und im Kopf… die Zeiten in denen ich ein, zwei oder auch drei Bücher in einer Woche lesen konnte sind leider vorbei… Jedenfalls wenn ich nicht auf Törn bin 🙂
      Viele Grüße,
      Sebastian

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